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Die Thermen von Kallithea

Poolhops, Frühstück, morgendliches Trödeln. Wir ziehen dann los zu den Kallithea-Thermen. Eigentlich dachte ich ja, es ist eine richtige Therme. Aber das war wohl ein Trugschluss. Früher schon, sie wurde einst als Kurzentrum genutzt und ist jetzt einfach eine wunderschöne Anlage rund um eine herrliche Bucht. Für 3 Euro Eintritt kann man dort eine der vielen Liegen nutzen, die rund um die Bucht stehen und mit den Sonnenschirmen und Baldachinen eine liebenswerte Atmosphäre verbreiten. Es gibt Gaststätten, sehr gut gepflegte frühere Badegebäude, nebenbei läuft gedämpfte Musik, vor allem mit viel Saxophon. Es ist eine herrliche Stimmung und wir genießen das stark salzhaltige Wasser, die Sonne und die Atmosphäre.

Das Wasser ist glasklar, man sieht auch in größeren Tiefen bis auf den Grund. Faszinierend!

Bei einem kleinen Bummel durch die Anlage entdeckte ich auch die Rotunde. Ich hatte mich schon gewundert, da ich meinte, die Anlage vom Schiff aus gesehen zu haben.

In der Rotunde fand gerade eine Hochzeit statt, deshalb kam man nicht bis hinein in den Mittelteil. Aber dennoch war das alles beeindruckend. Dieses typisch rhodische Pflaster mit den kleinen gerundeten Meeressteinchen, das in verschiedenen Farben in tollen Mustern gelegt wurde, die weißen Säulen und die insgesamt schöne Anlage waren eine Augenweide.

Im Reiseführer wurde besonders auf die Toilettenanlage verwiesen. Ja, sie war gut gemacht mit den Ornamentfliesen und war zu früheren Zeiten mit Sicherheit etwas ganz besonderes und fortschrittliches. Aber sooo riesig, wie beschrieben war sie mit drei Toiletten für die Damen ja nun wirklich nicht.

Hintergrund für diese besondere Toilettenanlage war, dass früher das Wasser aus den Quellen verabreicht wurde, was stark abführend wirkte. Deshalb brauchte man dringend öffentliche Toiletten, die vor mehr als hundert Jahren durchaus noch nicht üblich waren.

Wir fuhren am späten Nachmittag nach Hause, räumten das Auto aus und sprangen gleich in den Pool. Bei einem Cocktail an der Poolbar stellte sich heraus, dass unsere gute Seele der Anlage aus Australien kommt. Und ich wunderte mich schon, warum sie so gut Englisch spricht. Wir schwatzten über vieles und sehr lange.

Abends gingen wir noch einmal ins Bridges zum Abendessen. Gegen 9 Uhr waren wir schon zurück und tranken noch unseren Wein aus Siana zum Abschluss des Urlaubs. Es war unser letzter Abend. Da es jedoch recht windig war, gingen wir dann echt nicht noch einmal nachts baden. Etwas verwöhnt sind wir mit dem tollen Wetter der letzten Tage nun doch schon!

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