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Baden und antike Stadt Lindos

Nach unserem morgendlichen Bad und dem wie immer guten Frühstück haben wir unser Auto übernommen.

Heute wollen wir nach Lindos. Zunächst war aber der Strand in der Anthony-Quinn-Bucht dran. Wir gönnten uns eine Liege und genossen das herrliche Wasser, recht warm und glasklar.

Auch wanderten wir durch die Bucht bis ans Ende. Sie ist wirklich ein Kleinod. Aber auch voll mit Badegästen.

Auf dem Weg zur Hauptstraße gab es einen Obststand und ich kaufte uns superreife Pfirsiche. Davon habe ich schon lange geträumt. Es war einst ein Kindheitserlebnis der besonderen Art, naturreife, saftige Pfirsiche in Ungarn vom Baum zu pflücken und zu essen.

Der Weg nach Lindos ging durch viele Olivenhaine, wir überquerten Brücken von ausgetrockneten Flüssen und kamen an dem berühmten Lindos-View vorbei.

Diese Aussicht ist wirklich beeindruckend!

Lindos ist kleiner als ich erwartet hatte. Die zweieinhalb Tausend Jahre alte Stadt schmiegt sich an den Berg der Akropolis an und besteht ausschließlich aus weißen Häusern mit weißen Dächern.

Die Gassen in der Stadt sind noch schmaler als in Rhodos. Überall Geschäfte, Tavernen und Souvenirläden. Irgendwann fanden wir auch den Aufstieg zur Akropolis.

Der Ausblick wurde immer grandioser. Oben dann die Entscheidung. 12 Euro Eintritt oder Abstieg. Aber nach der Anstrengung des Aufstiegs wollen wir nun auch oben alles sehen! Auf 76 Stufen einer Außentreppe kamen wir ganz hoch.

Dort gab dann die ganze Faszination. Herrlicher Ausblick, liebevoll restauriertes Gelände, viele Säulen, so wie wir es eben auch von Bildern der Akropolis in Athen kennen. Lindos hat neben Athen die schönste und besterhaltene Akropolis aus der Antike.

Es ist schon beeindruckend, so mitten in der Antike zu wandeln.

Die Basaltstufen und -wege nach unten sind richtig glatt. Nicht auszudenken, wenn es hier mal regnet. Die Wege haben kein Geländer, an mancher Stelle geht’s weit nach unten und ein Ausrutschen hätte fatale Folgen. Und noch etwas fiel mir auf. Die Luft flirrte vor lauter Zikadengesang. Es erinnerte mich sofort an Australien, wo wir durch Gebiete kamen, in denen das Zirpen fast ohrenbetäubend laut war.

Noch ein kleiner Bummel durch die Altstadt und wir kamen an den Ausgang der Stadt. Es sah so anders aus, aber im tiefsten Brustton der Überzeugung seien wir wohl auf dem rechten Weg. 😉

Ich war skeptisch. Am Ende kam raus, dass wir genau an der entgegengesetzten Seite der Stadt rausgegangen sind und obenrum mehr als zwei Kilometer Umweg laufen mussten, um zu unserem Parkplatz zu kommen. Dazu noch viele Höhenmeter! 😉

Wir hielten noch einmal am Lindos-Blick an. Der Berg erschien golden im Licht der untergehenden Sonne.

Im Hotel angekommen sprangen wir wie gewohnt erst einmal in den Pool. Zum Abendessen ging’s wieder ins Bridges.

Nachdem wir noch unser letztes Gläschen Wein auf der Terrasse getrunken hatten, brachen wir eine Regel im Hotel. Wir hopsten nach 11 Uhr nachts noch einmal in den Pool – im Adam- und Eva-Kostüm! Ganz still und leise schwammen wir unsere Runde. Gerade als ich feststellte, dass noch etliche Zimmer erleuchtet waren, bemerkte ich, dass die Gäste vom Zimmer unmittelbar am Pool noch vor der Tür saßen. Husch – wir sind schnell weggeschwommen und kamen erfrischt aus dem Pool.

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